Reisebericht Japan

05.04.15 -12h Flug

06.-08.04.15: TÔKYÔ

06.04.15 – Shinjuku  新宿区 – Die neue Unterkunft

Shinjuku ist bekannt für sein Schwulenviertel, seine Hosts, die sich dafür bezahlen lassen, Damen Komplimente zu machen. Bei Kyabakura entlohnen die Herren wiederum Damen für ihre Gesellschaft und ein paar nette Worte (wirklich nicht mehr!). Im Kabukichô ( 歌舞伎町) gibt es alles, was das Spielerherz begehrt und der Gott des Vergnügens seinen Jüngern anpreist. Vom 48 Stockwerken darf man Regierungsgebäude der Präfektur Tôkyô (東京都庁舎, Tōkyō-to Chōsha) aus 243m Höhe die gigantische Stadt bewundern, ohne einen Yen zahlen zu müssen. Bei klarem Himmel kann man sogar den Fuji sehen! Leider hatten wir wenig Glück mit dem Wetter. In der Nähe des riesigen und verwirrenden Shinjuku Bahnhofes gibt es eine enge Gasse, in der sich ein Restaurant neben das nächste reiht. Die Gebäude sind klein, die Menschenmassen quetschen sich durch den schmalen Weg, der sich durch das Fressparadies schlängelt. Nachts wirft sich Shinjuku in Schale und zeigt sich von seiner schönsten Seite. Es blitzt, blinkt, leuchtet überall und verbreitet ohne jeglichen Feenstaub und Zauberstab seine Magie.

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07.04.15 – Meiji Jingû 明治神宮 – Yoyogi Park 代々木公園 – Shibuya – Takada no baba 高田馬場駅 / Waseda  早稲田大学

Mitten im Großstadtmeer Tôkyô gibt es kleiner und größere Oasen der Ruhe. Im Meji Schrein, direkt am Modeviertel Harajuku, finden das Auge und die Seele Ruhe. Der Shintô-Schrein ist dem Meiji-tennô und seiner Frau Shôken geweiht. Ihnen sind auch die unzähligen Sake- und Weinfässer als Opfer dargeboten. Begrüßt werden sowohl der Tourist als auch der Gläubige von riesigen Stein-torii, die den Eingang in das Heiligtum anzeigen.

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Im Yoyogipark durften wir noch das Ende der Kirschblüten bezeugen. Eine rosaweiße Decke von gefallenen Blütenblättern erinnert an die Vergänglichkeit und preist die Schönheit des Augenblicks.

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Wer hat sich nicht schon in irgendeiner Form gesehen, die Shibuya-Kreuzung, das internationale Gesicht Tôkyôs.

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Hachiko, die Personifizierung der Treue und beliebter Treffpunkt in Shibuya. Ein kleiner Hund, der über den Tod seines Herrens hinaus jeden Tag zur gleichen Zeit am Shibuya-Bahnhof auf ihn wartet.

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Takadanobaba Bahnhof und geliebter Startpunkt der Waseda-Studenten für viele nomikai – Trinktreffen!

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08.04.15: Asakusa – Kita-senju – Sky Three

Viele kleine Stände reihen sich aneinander und führen zum Sensoji Tempel, Asakusas Herz und Seele. Ein schönder Ort, leider hatten wir auch hier kein Glück mit dem Wetter. Danach gab es einen kleinen Abstecher nach Kita-senju und schließlich den ersten Besuch auf dem Skythree. Die Zukunft lässt grüßen!

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Was gibt es in Kita-senju? Den coolsten tanuki ever!

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Für alle die diese kleinen Kerlechen nicht kennen, ein kleiner Auszug aus meinem Skinwalker Glossar:

tanuki– japanisches, dachsähnliches Tier, das die Fähigkeit hat, jede lebendige oder unbelebte Form anzu­nehmen. Er ist ein Meister der Illusion und kann wertlosen Blättern das Aussehen von Geld verleihen. Der tanuki liebt Sake, Essen und Frauen. Er wird oft als Statue mit einer Flasche in der einen Hand und einem Schuldschein in der anderen dargestellt. Oft haben sie übergroßen Hoden, die sie zum Trommeln oder als Waffen benutzen können. Sie verwenden zum Verwandeln, wie auch die kitsune, ein Blatt, das sie sich auf den Kopf legen. Während die kitsune eher schlau und heimtückisch sind, haben tanuki heute eher einen draufgängerischen und humorvollen Charakter. In älteren Legenden wird der tanuki jedoch oft als bösartig und gefährlich dargestellt.

Was ich neu dazugelernt habe: tanuki fliegen durch die Luft, indem sie ihre Hoden werfen!

Ghibli hat den kleinen Kerlchen einen Animationsfilm gewidmet: Pompoko!

Skythree: der Eintritt ist etwas teuer, aber es lohnt sich! Vor allem abends.

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Wie man es von Japan nicht anderes erwartet: Highteck, wohin das Auge reicht! Grüße aus der Zukunft!

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09.-10.04.15 KAWAGUCHI – 富士山はどこですか?Wo ist der Fuji?

Die weiße Spitzte des Berges, der 2013 zum Weltkulturerbe ernannt worden ist, ragt in das klare blau. In seiner ganzen Pracht spiegelt er sich in dem See und wenn der Wind für einen Augenblick die Luft anhält, steht die Zeit still und ich vergesse, wo oben ist und wo unten. So hatte ich mir das vorgestellt. Leider haben Regen und Wolken nicht nur den Gipfel verdeckt, sondern den ganzen Berg verschluckt.

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Ein Spaziergang am Ufer des Kawaguchiko Sees.

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Dieses Kunstwerk der Natur habe ich für mein DNA-Cover entdeckt. Im Moment bin ich noch nicht zufrieden, aber Potential hat es!

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Und da ist sie wieder, die Kirschblütenzeit!

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Hier der zweite von den fünf Seen um den Fuji: See Saiko 西湖.

Iyashi no Sato ein Freiluftmuseum.

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Neben Kalabassen, Kürbisflaschen  findet sich auch Hello Kitty.

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Tsuchi asobi – Das Spiel mit der Erde!

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Auch hier sind mir neben tanukikappa begegnet!

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Für alle, die nicht wissen, was ein kappa ist, hier noch ein kleiner Auszug aus meinen Skinwalker Glossar:

kappa 河童 – leben sowohl im Wasser als auch auf dem Land, haben die Größe von Kindern, Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen, eine schnabelähnliche Schnauze und sind grün. Auf ihrem Kopf haben sie eine Vertiefung, die mit Wasser gefüllt ist. Dort liegt die Macht des kappa. Wenn man einem begegnet, sollte man sich tief verbeugen, da dieser, als höflicher Japaner, sich ebenfalls verbeugt und dabei sein wertvolles Wasser verschüttet. Somit ist er seiner Macht beraubt, bis er wieder Wasser nachgefüllt hat. Nun bietet sich die Chance, dem kappa ein Versprechen abzuringen. Sie lauern in Flüssen, warten auf ihre Opfer und ziehen Pferde und Menschen in ihr Reich, um ihre Eingeweide zu fressen. Obwohl kappa allgemein als bösartig gelten, gibt es Erzählungen, in denen sie Menschen, vor allem mit ihrem medizinischen Wissen, helfen.

Dem Zauber der Windhöhle muss man einfach verfallen!

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Dieser Anblick ließ mich an das Ende und den Anfang eines großen Abenteuers denken. Meine Inspiration für das neue ZERELF Cover 🙂

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Auch tengu treiben sich in der nähe des heiligen Berges herum.

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Für alle, die mehr wissen wollen noch ein Ausschnitt aus dem SKINWALKER Glossar:

tengu 天狗 – Vogelgoblin, lebt in Wäldern und sieht wie eine Kreuzung zwischen einem Menschen und einem Vogel aus. Tengu lieben es, Chaos und Verwirrung zu stiften, bestrafen die Eitlen, ärgern die Mächtigen und beschenken das bescheidene Volk, das ohne jede Angst an den nächtlichen Feiern der tengu teilnehmen kann. Von Zeit zu Zeit kidnappen sie Menschen, setzen sie in Wäldern aus und lassen sie in einem Zustand der Demenz herumirren, was auch unter dem Begriff tengukakushi bekannt ist.

Es gibt jedoch auch Fälle, in denen sie zur Hilfe gerufen werden, wenn ein verlorenes Kind gefunden werden soll. Sie gehören zu den henge und können ihre Gestalt verändern, Illusionen erzeugen und Menschen in die Irre führen. Sie schlüpfen aus Eiern und sind meistens männlich. Sie leben in japanischen Zedern, aus denen die Mehrzahl der Wälder in Japan besteht.

Auch wenn sie heute mit Krähen, Raben und ähnlichen Vögeln assoziiert werden, soll doch der Milvus lineatus, der zu den Greifvögel und der Familie der Habichtartigen gehört und für sein unverschämtes und barsches Verhalten gegenüber Menschen bekannt ist, der Ursprung der tengu sein. Traditionell werden tengu als menschenähnliche Wesen mit einem Schnabel oder einer langen, schnabelähnlichen Nase, Schwanzfedern am Rücken und Klauen an Händen und Füßen dargestellt. Größere Exemplare sollen Vogelbeine und einen Mund voller scharfer Zähne haben.

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Für alle, die es kennen: Dragon Ball mal etwas anders 😉 Noch ein paar mehr und ich darf mir etwas wünschen!

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Kleinere Inari-Schreine findet man überall in Japan. Und wo die sind, sind kitsune nicht fern * ___*

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Inari 稲荷 – shintōistische Fruchtbarkeitsgottheit des Reises und der Füchse. Inari-Füchse oder kitsune sind weiß und dienen ihr als Boten.

kitsune – haben die Fähigkeit, sich nicht nur in die verschiedensten Dinge und Wesen zu transformieren, sie verwandeln sich auch ab und an in Menschen. Kitsune erlernen diese Fähigkeit meist mit 100 Jahren, manchmal auch schon mit 50. Für jedes Jahrhundert ihres Lebens erhalten sie einen zusätzlichen Schwanz. Wenn ein kitsune seinen neunten Schwanz erhält, wird sein Fell silbern, weiß oder golden.

Man erkennt den kitsune in seiner verwandelten Form immer an seinem Spiegelbild, da in diesem sein Fuchs-schwanz, egal welche Form er angenommen hat, zu sehen ist. Abgesehen von ihrer Fähigkeit zur Transformation, können kitsune Illusionen erzeugen, die nicht mehr von der Wirklichkeit zu unterscheiden sind. Einige Erzählungen sprechen den kitsune sogar die Fähigkeit zu, Zeit und Raum zu verändern.

Kitsune haben manchmal einen hoshi no tama – Sternenball – bei sich, in dem sie einen Teil ihrer Fuchs­magie speichern, wenn sie sich verwandeln. Wenn jemand einen dieser hoshi no tama in die Hände bekommt, ist der kitsune gezwungen, demjenigen zu helfen. Weiße kitsune gelten als Boten von Inari, der Gottheit des Reises und der Füchse. Daher findet man in Japan viele Schreine mit Fuchsstatuen zu Ehren Inaris. Wenn es regnet, während die Sonne scheint, spricht man in Japan von kitsune no yomeiri – einer Fuchshochzeit.

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Dragon Ball Numero 2!! YEAH!

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Heidi, Heidii … deine Welt sind die Beeerge! Ach und Bine Maja ist übrigend auch ein Anime!

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Noch mehr tanuki(s)!!

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