Kindle Deal: Die Vergessenen I – SKINWALKER 17.-27.07.15 für 2,99€

Veröffentlicht: Juli 17, 2015 in Uncategorized

Van sprang durch das Gebüsch und blieb wieder an einem Zweig hängen, der normalerweise an seinen mächtigen Klauen einfach zerborsten wäre. Ein klägliches Miauen entrang sich seiner Kehle, wo eigentlich ein majestätisches Gebrüll erklingen sollte. Van wusste nicht wie, aber er war sich sicher, dass es ihre Schuld war. Anstelle eines Brüllens hallte ein Fauchen leise durch den Wald. Er lief und lief und schien mit den kleinen Tatzen nicht voranzukommen. Für eine Entfernung, die er früher mit einem Satz zurückgelegt hatte, brauchte er eine Ewigkeit.
Dann, drei Ewigkeiten später, stand er endlich vor Akikos Haus. Abseits von jedem Dorf und ein gutes Stück höher auf dem Berg Koya gelegen, war es von Wald umgeben. Van mochte diesen neuen Zustand nicht. Alles an ihm war schwächer und kleiner, außer seiner Nase. Die funktionierte immer noch so gut wie zuvor. Und gerade konnte er sie riechen. Seine Pfoten trugen ihn von selbst zu ihr.
Lina hing die futon zum Lüften auf und bearbeitete sie dann mit einem tennisschlägerähnlichen Holzding. Als Van vor ihr stand, entfuhr ihm doch glatt ein Miau, untermalt von einem Schnurren. Wie peinlich! Er war von sich selbst peinlich berührt? Er wusste nicht einmal, dass es irgendetwas auf der Welt gab, das ihm peinlich sein konnte. Lina schrie entzückt auf, hob in hoch, nahm ihn auf den Arm, und er wurde an ihre warme, weiche Brust gedrückt.
„Akiko-san!“, rief Lina aufgeregt und lief ins Haus.
„Der Streuner ist wieder da!“ Stolz präsentierte sie ihre Trophäe und streckte die Katze Akiko hin. Mit großen Augen starrte die Japanerin das schwarze Tier an, das jetzt einen etwas grimmigen Gesichtsausdruck machte, griff nach der Katze und warf sie lachend in die Luft. Immer und immer wieder. Van wurde schlecht. Noch einmal und er würde …
„Ärger die Katze nicht, Akiko-san! Ihr wird noch schlecht“, rief Lina, rettete sie aus ihren Fängen und ließ sie laufen. Van versteckte sich in der nächstbesten Ecke und starrte die beiden Frauen argwöhnisch an.
„Du hast ihr Angst gemacht, Akiko-san. Wir sollten ihr was zu fressen geben, vielleicht vergibt sie uns dann.“ Aus dem Nichts hatte Lina plötzlich einen Fisch gezaubert und stellte ihn vor Van, kniete sich neben ihn und schaute ihm beim Fressen zu.
„Irgendwie erinnerst du mich an Van. Du hast die gleichen blauen Augen.“ Die Katze gefror in ihrer Bewegung und musste hart schlucken, um nicht an dem Stück Fisch zu ersticken, das sich gerade auf den Weg von ihrem Maul zur Speiseröhre machte.
„Ich taufe dich hiermit Van II. Wenn er wirklich ein Skinwalker ist und sich in eine Katze verwandeln würde, sähe er bestimmt aus wie du.“ Die Augen der Katze trafen kurz auf Akikos und im nächsten Moment konzentrierte sich jeder wieder auf seine Sache. Van II fraß etwas schneller als zuvor und Akikos Bewegungen beim Abwasch wurden etwas hektischer.
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