Lesecandy zu Skinwalker: Was sich neckt …

Veröffentlicht: Juli 9, 2015 in Uncategorized

Lina drehte sich um und wollte weglaufen. Er streckte die Hand nach ihr aus und ließ sie wieder sinken. Leise, so leise, dass sie es fast nicht hörte, murmelte er: „Es tut mir leid …“ Außer bei Akiko hatte er sich noch nie bei jemandem entschuldigt.
„Ich wollte nicht …“

Lina wirbelte herum. Wut sprühte aus ihren Augen. Sie war wütend und genoss es. Sie war es leid, kraftlos und verängstigt zu sein. Er hatte kein Recht, ihr Angst zu machen. Ohne nachzudenken und mit jedem Fünkchen Kraft, das sie in ihrem erschöpften Körper hatte, holte sie aus und ihre Faust landete hart und unbarmherzig in seinem Gesicht. Sein Kopf wurde nach hinten geworfen und Blut spritzte aus seinem Mundwinkel.
„WAS? WAS TUT DIR LEID?!“, schrie sie ihn an.
„Tut es dir leid, dass du mich entführt hast? Unter Drogen gesetzt und was weiß ich, mit mir gemacht hast? Du dummer amerikanischer Ochse! Was bildest du dir ein? Was geht in deinem perversen Gehirn nur vor, einer Frau so etwas anzutun?! Wäre ich ein Mann, würde ich dir die Leber aus dem Leib prügeln und dich sie fressen lassen! Du unterster Primat einer Promenadenmischung! Erst verführst du mich fast und dann entführst du mich? Wenn ich die Kraft hätte, würde ich dir das bisschen Verstand, das dir geblieben ist, damit du nicht wie ein Zombie sabbernd dasitzt und vor dich hinschaukelst, aus dir rausprügeln und dann Verstand reinprügeln, bis du dir gemerkt hast, wie man eine Lady behandelt!“

Van sah eine wild gewordene Furie vor sich und keine Lady. Er wusste nicht, wie lange sie noch vor sich hin schimpfte, ihn beschimpfte, was sie ihm alles androhte. Er verlor bei dem „ … jede einzelne deiner zwei Gehirnzellen …“ den Faden. Was wollte sie damit noch einmal machen? Dann war es plötzlich still, und sie starrte ihn mit funkelnden Augen und vorgeschobenem Kinn an. Breitbeinig, ihr Haar wild und von der Morgensonne in goldenes Licht getaucht, stand sie kaum bekleidet vor ihm und schaute ihn herausfordernd an. Sie war schön.
„Du bist heiß, willst du was mit mir trinken?“ Sie schaut ihn verdutzt an, konnte ein schiefes Grinsen nicht unterdrücken, und für einen Augenblick war es zwischen ihnen wie an jenem Abend im Hilton. Keine Wut, keine Angst, nur Neugier und Offenheit. Das wollte er. So wollte er sie. So sollte es zwischen ihnen sein.

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